RE:Ἀγαθοδαιμονιασταί

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Agathinos 10
Band S III (1918), Sp. 59–60
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Ἀγαθοδαιμονιασταί sind anscheinend Temperenzlervereine (Hesych. s. Ἀγαθοδαιμονιασταί· οἱ ὀλιγοποτοῦντες), die bereits von Aristoteles (Ethic. Eudem. III 6 S. 1233 b 3 [σαλάκων] οἷον εἰ εἰς [60] γάμον δαπανῶν τις τοῦ ἀγαπητοῦ, πλούσιος ὤν, δοκεῖ πρέπειν ἑαυτῷ τοιαύτην κατασκευὴν οἷον ἀγαθοδαιμονιαστὰς ἑστιῶντι) erwähnt werden; wie seine Worte zeigen, müssen sie irgendwie mit einem Kult in Verbindung gestanden haben. Auf Rhodos begegnet uns ein Kollegium der A. (IG XII 1, 161, 5; vgl. hierzu Ziebarth Griech. Vereinswesen 197). Die Zusammenkünfte und Symposien der A. werden wohl stets am zweiten Tage des Monats, dem Tage A., stattgefunden haben; wir haben dazu in den τετραδισταί, die ihre Gelage am 4. des Monats abhielten, eine genaue Analogie.

[Ganschinietz.]